Datenaggregation

Was KI-Datenaggregation für den DAX-Bericht leistet — und was nicht

Ein KI-Modell kann Kursdaten zusammenführen. Ob es den DAX verständlicher macht, ist eine andere Frage.

12. Januar 2026 · Redaktion API Gateway Kapitalwissen

Die Ausgangslage

Wenn KI-Modelle Kursdaten aus mehreren Quellen zusammenführen, entsteht eine aggregierte Sicht. Das ist nützlich: Statt hundert Einzelpreise zu sehen, erhält man eine zusammenhängende Reihe. Für den DAX-Bericht bedeutet das, dass ein Modell den Verlauf einer Sitzung in einer Kurve verdichten kann.

Die Frage ist, was dabei verloren geht. Eine aggregierte Kurve zeigt nicht mehr, welcher Preis aus welcher Quelle stammt. Wer den DAX-Bericht lesen will, muss wissen, ob die Kurve auf Xetra-Schlusspreisen, auf Eurex-Daten oder auf einem Mix beruht. Genau hier endet die Aussagekraft der KI und beginnt die Arbeit der Redaktion.

Was die KI leistet

  • Sie kann große Datenmengen in kurzer Zeit zusammenführen.
  • Sie kann Muster erkennen, die ein Mensch übersehen würde.
  • Sie kann mehrere Quellen in eine Darstellung bringen.

Was die KI nicht leistet

  • Sie prüft nicht, ob eine Quelle meldepflichtig ist.
  • Sie unterscheidet nicht zwischen einer Hypothese und einem Befund.
  • Sie erklärt nicht, warum ein Datenpunkt an einer Stelle auftaucht und an einer anderen fehlt.

Die redaktionelle Konsequenz

Wir übernehmen keine aggregierte Kurve, ohne die Quellen zu benennen. Wenn ein Modell den DAX-Verlauf zusammenführt, schreiben wir dazu, welche Preise eingeflossen sind. Leserinnen und Leser sollen die Kurve nicht nur konsumieren, sondern nachvollziehen können.

Wer sein Kapital anlegen will, geht dafür in eine zugelassene Beratung. Wir schreiben Lesestoff, keine Kaufempfehlung.